
CFO-Wechsel bei WSA: Peter Bøggild übernimmt in solider Wachstumsphase
WS Audiology (WSA) hat eine neue Finanzspitze: Peter Bøggild wird zum 1. Dezember 2026 als CFO und Vorstandsmitglied nach Lynge wechseln. Der 54-Jährige kommt von Novo, wo er mehr als zwei Jahrzehnte Senior-Finance-Verantwortung trug. Die Berufung erfolgt im Anschluss an ein Quartalsupdate mit drei Prozent organischem Wachstum und einer EBITDA-Marge von 19,1 Prozent. Der Markt dürfte genau hinsehen, wie der Neue die nächste Wachstumsphase mitprägt – gerade vor dem Hintergrund strategischer Produktneustarts und veränderter US-Kundendynamik.
WS Audiology hat mit Peter Bøggild einen erfahrenen Life-Sciences-Finanzmanager an Bord geholt, der das Unternehmen in der nächsten Wachstumsphase begleiten soll. Der Mitteilung nach tritt er die Nachfolge von Marianne Wiinholt an, die Ende August nach vier Jahren im Amt auf eigenen Wunsch ausschied. Bøggild werde spätestens am 1. Dezember 2026 im Amt sein, heißt es in der Pressemeldung vom 16. September 2026. Jan Mäkelä, CEO von WSA, wird in der Meldung mit dem Satz zitiert, Bøggild bringe breite Finanz-, Strategie- und Führungserfahrung aus der Life-Sciences-Branche mit und werde eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der WSA-Strategie spielen.
Peter Bøggild war bei Novo mehr als 21 Jahre in verschiedenen Senior-Finance-Positionen tätig, zuletzt als Senior Vice President Business Finance sowie Group Vice President R&D Performance, Finance & Governance. Diese Kombination aus operativer Finanzsteuerung und F&E-naher Performance-Verantwortung dürfte für WSA sicherlich interessant sein, vor dem Hintergrund, dass der Konzern gerade mit Signia MaX eine KI-Plattform mit vier DNNs global einführt.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 meldete WSA in einer Mitteilung Ende August drei Prozent organisches Umsatzwachstum auf 624 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 19,1 Prozent, als ein ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 12 Prozent auf 119 Millionen Euro. Die Verbesserung wird im Bericht auf stärkeres Wachstum im Consumer-Geschäft, operative Effizienz und strikte OPEX-Steuerung zurückgeführt. Für das Gesamtjahr 2025/26 bestätigt und strafft der Konzern die Prognose auf ein bis zwei Prozent organisches Wachstum – die EBITDA-Marge soll um rund ein Prozentpunkt gegenüber 2024/25 steigen. Man schaut also vorsichtiger in die Zukunft. Immer eine Frage der Erwartungen.
Im erwähnten Q3-Update benennt WSA explizit einen Gegenwind im US Geschäft: Ein Großkunde habe beschlossen, seinen Vertrag bei Ablauf am 1. Januar 2027 nicht zu verlängern. Die Nettoauswirkung auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2026/27 beziffert das Unternehmen auf 60 bis 80 Millionen Euro. Der Verlust wirke sich jedoch nicht auf den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 aus. Vor diesem Hintergrund dürfte die Aufgabe des neuen CFO unter anderem darin bestehen, die Marge auch ohne diesen Kunden stabil zu halten und Wachstumstreiber in anderen Kanälen und Regionen weiter auszubauen.
Peter Bøggild kommt in ein Unternehmen, das sich stark positioniert, dabei aber keine “Wachstumsrakete” sein will. Die Kombination aus moderater Prognose und klarer Margenverbesserung: weniger Hype, mehr Fokus auf Umsetzung – und ein Finanzvorstand, der Technologie-Launches, Kanal-Mix und Kostenstruktur so verzahnen könnte, dass die 19-Prozent-Marge kein Peak, sondern eine neue Basis für WS Audiology werden könnte.
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